Projekte

Gerne stellen wir Euch unsere Projekte vor, die wir bereits durchgeführt haben
oder in Planung sind

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Durchstöbern und Entdecken. Wenn ihr Euch  uns anschließen möchtet, freuen wir uns,  Euch  und Eure Familie als Vereinsmitglieder oder Unterstützer begrüßen zu dürfen.
Die gezeichneten 
Bilder fertigt unser Vereinsmitglied Thomas Engelhardt während der Projekte vor Ort an. Vielen Dank dafür!

2. Apfelfest am 11. September 2022 von 10 bis 18 Uhr auf der Festwiese, Strandstr. 

Interaktive Karten

 

Es ist soweit, unsere ersten  drei interaktiven Karten  sind erstellt.

Das ist natürlich nur der Anfang. Bei neuen Projekten ergänzen wir unser Angebot.

Klickt einfach auf die nachfolgenden Links. Die farbigen Symbole bitte anklicken für mehr Informationen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Durchstöbern und Entdecken.

PROJEKTEKARTE

https://umap.openstreetmap.de/de/map/ostseebad-nienhagen-projekte-des-nun-ev_26043#15/54.1635/11.9593

Die Projektekarte zeigt die Projekte des NUN in einer Karte.

KARTE ZUR STREUOBSTWIESE

Die Karte zur Streuobstwiese zeigt alle Bäume, Lehrtafeln, Bänke etc. von der Streuobstwiese, Vogelschutzhecke und Blühwiese.

https://umap.openstreetmap.de/de/map/ostseebad-nienhagen-streuobstwiese_26050#17/54.15866/11.96550

Die Wegekarte und die Karte zur Streuobstwiese wollen wir in leicht abgewandelter Form auch drucken lassen.

WEGEKARTE

Die Wegekarte zeigt Wege von der Kurverwaltung bis zur Streuobstwiese.

https://umap.openstreetmap.de/de/map/ostseebad-nienhagen-wegekarte_26042#16/54.1609/11.9580

Führung für den amtierenden Bürgermeister von Nienhagen auf der Streuobstwiese

Brigitte Lange, die Vorsitzende des NUN e.V., zeigte heute dem amtierenden Bürgermeister unserer Gemeinde, Herrn Peter Zemelka, die Streuobstwiese mit ihren mittlerweile 54 Bäumen, das gut besuchte Insektenhotel, die in voller Pracht stehende Blühwiese und die im Frühjahr neu gepflanzte Vogelschutzhecke.

Die Führung ließen wir mit Kaffee und Kuchen vor dem Wischenhuus ausklingen. Hierzu waren neben Vereinsmitgliedern erfreulicherweise auch Unterstützer und Baumpaten unserer Einladung gefolgt.

NUN gestaltet mit den KITA-Kindern T-Shirts

Am 1. Juni fand in der KITA „Waldgeister“ das alljährliche Kindergarten-Fest statt. Uns war schnell klar, dass wir dabeisein wollen. Viele Ideen wurden besprochen. Letztendlich haben wir uns dafür entscheiden, mit den Kindern T-Shirts zu gestalten. 

Motive aus der Natur und aus dem Meer waren schnell gefunden. Ist es doch unser Anliegen, diese zu schützen. Sei es mit unseren Projekten zum Natur- und Umweltschutz und dem Küstenputztag, den wir alljährlich  durchführen. 

Bewaffnet mit Farben und 60  T-Shirts haben wir uns auf den Weg gemacht, das Rahmenprogramm auf dem Fest zu unterstützen.

Es dauerte nicht lange und eine Vielzahl von Kindern belagerten unseren Stand. Herausgekommen sind wundervolle Motive, glückliche Kinder und zufriedene Eltern.

Die Aktion war so erfolgreich, das wir sie auf unserem Apfelfest am  11. September wiederholen werden. Wir freuen uns auf regen Zulauf und auf kreative und ausgefallene gestaltete T-Shirts.

Wir freuen uns auf euch!

Wir pflanzen eine naturnahe Vogelschutzhecke

Am 26. März war es dann endlich soweit! Um 10 Uhr trafen sich 35 Mitglieder und Unterstützer, um eine Vogelschutzhecke zu pflanzen.  Am 23. März wurde der Bereich bereits ausgebaggert und die Grasnarben entfernt, die später wieder in die 3 Gräben eingebracht wurden. Beherzt griffen die Beteiligten zu Spaten, Harken und Schubkarren, um die Gräben vollständig mit der ausgebaggerten Erde zu füllen.

In der Mittagszeit wurden sie fleißigen Helfer mit Bratwurst im Brötchen, Kaffee und Kuchen sowie Getränken bewirtet. Danke an die Mitglieder und Unterstützer fürs Backen und Grillen und vieles mehr!

Danach wurden die Heckenpflanzen gemäß des Pflanzplans in die Erde gebracht und mit der bereitgestellten zusätzlichen Erde bedeckt und zum Schluß bewässert. Was für eine Mammut-Aktion, denn morgens um 10 Uhr war nicht daran zu denken, dass wir diese Arbeiten an einem Tag schaffen werden.

An diesem Tag hat der Verein ca. 100 Bäume gepflanzt.

Um nur einige zu nennen: Es wurde Holzapfel, Schlehe, gemeine Felsbirne, Vogelbeere, Feldahorn, Salweide, roter Hartriegel und vieles mehr gepflanzt. Insgesamt wurde mehr als 20 Sorten in die Erde gebracht.

Dafür herzlichen Dank an Alle! 

Wissenswertes:
Eine Vogelschutzhecke ist ein unersetzlicher Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und hat somit einen hohen ökologischen Wert. Vögel bauen ihre Nester darin, finden viele Insekten und im Herbst Beeren als Nahrung. Sie vernetzen verschiedene natürliche Biotope miteinander und wirken der Erosion entgegen.

ZUR INFO!
Der Beatrice Nolte Stiftung für Uweltschutz gebührt unser größter Dank.
Ohne die großzügige Unterstützung wäre die Umsetzung unserer Vogelschutzhecke nicht möglich gewesen.

Patenbäume
An diesem Tag wurden auch die letzen Patenbäume gepflanzt. Danke für eure Unterstützung die Streuobstwiese zu bereichern!

Blüh- und Kräuterwiese
Ebenfalls wurde neue Samen und Pflanzen an diesem Tag in die Blüh- und Kräuterwiese eingebracht. 

Säuberung der Nistkästen

Am 11. Februar 2022 haben Marcel Schoof mit Hailey, Wolfgang und Brigitte die Nistkästen an der Strandstrasse gesäubert.

In allen 5 Nistkästen war Material zu finden. Zwei Kästen waren bis unter die Decke vollgestopft. Da waren Sperlinge drin (Haus- oder Feldsperling) wobei es innerhalb von Siedlungen am häufigsten Haussperlinge (Spatzen) sind. Die Nester bestanden aus viel Heu, Stroh und großen Federn. Sind Federn vorhanden, wurden meistens auch Junge aufgezogen. Die Bestände gehen seit Jahren bedrohlich zurück, Schuld daran sind in erster Linie wir Menschen.

Die anderen drei Kästen waren mit Moosnestern gefüllt, was auf Meisen hinweist. Die Blaumeise baut oft dünnste Zweiglein mit ein, die Kohlmeise eher nicht. Moos, Tierhaare, Stoffäden, also alles weiches Material war zu sehen. Nr. 3 sieht nach Kohlmeise aus, die anderen beiden, Nr. 2 und 5 sehen nach Blaumeise aus. Alle weisen Federn auf, so dass man davon ausgehen kann, dass auch hier Junge aufgezogen wurden.

1. Apfelfest 2021 

Am 2. Oktober 2021 veranstaltete der Verein für Natur- und Umweltschutz Ostseebad Nienhagen (NUN) e.V. zusammen mit dem Kleingartenverein „Am Gespensterwald e.v.“ das  1. Apfelfest.

Schon zu Beginn des Festes kamen viele junge Familien mit Ihren Kindern, die sich sehr auf das Bauen der Nistkästen und Insektenhotels freuten.

Die „kleinen Handwerker“ zog es gleich in das Zelt, in dem auch die Apfelbestimmung stattfand. Der Verein stellte Bausätze für den Bau der Nistkästen kostenlos zur Verfügung.  Schon bald ertönte lautes Hämmern aus dem Zelt. Eine Familie war sogar mit 4 Kindern dabei. „Endlich ergibt  sich die Gelegenheit mit den Kindern unter fachlicher Anleitung ein lang geplantes Vorhaben zu verwirklichen“, sagte der Vater. Zuhause werden die Nistkästen von den Kindern kreative gestaltet und ein Foto an den Verein geschickt. Die drei schönsten Fotos werden in der nächsten Nienhäger Zeitung veröffentlicht.

Nach anstrengendem Hämmern konnten „die kleinen & großen Handwerker“ sich am Kuchenbasar, Bratwurststand oder mit vegetarischen Suppen stärken. Ein kulinarischer Höhepunkt war das Schwein am Spieß von Werner Scherpenske aus Rhinow bei Rathenow.

Für die Apfelbestimmung konnte Dr. Höhne vom Pomologenverein MV gewonnen werden. Er selbst brachte zur Anschauung seltene und alte Apfelsorten mit. Auch die Nienhäger konnten ihre Obstsorten zur Bestimmung mitbringen, was gut angenommen wurde.

41 Jahre Gartenverein am Gespensterwald e. V.
Eine sehr gute Zusammenarbeit entwickelte sich seit Gründung des NUN mit dem Nienhäger Gartenverein, der inzwischen sein 41-jähriges Bestehen feierte. Er leistet als „grüne Lunge“ und Freizeittreff von 12 Nienhäger Familien und vielen Rostockern einen wesentlichen Beitrag 
zum Umwelt- und Naturschutz in unserer Gemeinde.
Auf unserem Apfelfest präsentierten sich die Gartenfreunde mit einer attraktiven Auswahl an Blumen sowie frischem Obst und Gemüse. Zwischen den Gärtnern und Besuchern kam es zu vielen Fachgesprächen über den ökologischen Anbau der Kulturen.
Den Erlös aus dem Verkauf der Gartenprodukte sowie kunstgewerblichen Artikel in Höhe von 400 € spendeten die Gartenfreunde einem vom Hochwasser an der Ahr betroffenen
 Gartenverein in Erfstadt.

Am Stand der „Kräuteinsel“ aus Wredenhagen (Müritz) wurden selbstgemachte Kräutertees und Liköre präsentiert. Besonders spannend war der Fichtenspitzenlikör. Zuerst schmeckte man den Wald und dann die Süße. Eine tolle Kombination.

Das Rahmenprogramm wurde von 2 Vorträgen begleitet: „Faszination Wild- und Honigbiene“ mit Biologin Ina Sakowski und dem Vortrag „Zurück zu den Wurzeln“ mit Bianca Hillmann, die sehr gut ankamen.

Selbstverständlich hatte der NUN auch einen Stand auf der Festwiese. Hier konnten sich die Besucher über den Verein und deren Aktivitäten erkundigen. Außerdem gab es neben Gelees, Marmeladen. Lavendelkissen, Obstbränden, Apfelsaft, bezaubernde Keramik und vieles mehr. Großen Anklang fanden die Postkarten, die nach selbst gezeichneten Motiven eines Vereinsmitgliedes gedruckt wurden. 

Die Livemusik von Marco Hellweg & Friends trug zur guten Stimmung bei.

Fazit: Das 1. Apfelfest war ein Erfolg. Die Stimmung war sehr angenehm, tolle Gespräche kamen zu Stande, der Verein für Natur- und Umweltschutz und der Kleingartenverein hatten eine tolle Plattform, um sich und ihre Belange zu präsentieren.

Wir freuen uns schon jetzt auf das 2. Apfelfest 2022!

Der Verein für Natur- und Umweltschutz Ostseebad Nienhagen wird die Spendengelder für weitere geplante Umweltprojekte, wie z.B. das Anpflanzen einer Hecke für den Vogelschutz „An den Weiden“ verwenden.

Kinder bauen mit ihren Eltern Nistkästen auf dem 1. Apfelfest

Auf dem 1. Apfelfest stellte der Verein kostenlos Bausätze für Nistkästen zur Verfügung. Der Aufforderung folgten  viele Kinder mit ihren Eltern.

Schon früh am Tag hörte  man es hämmern & klopfen. Mit großer Freunde waren alle mit Eifer dabei. 

Zuhause konnten dann die Kinder ihre Nistkästen nach ihrer Fantasie kreativ gestalten.  Auf den Fotos sind die Nistkästen von Jonna, Hanno, Familie Enenkel & Emilia zu sehen. Ganz toll habt ihr das gemacht. Dankeschön fürs mitmachen &  die tollenFotos!

Nienhäger Naturschützer wollen alten Trafoturm erhalten

Anmerkung der NUN-Redaktion: Am Ende des Artikels finden Sie den „Antrag Edis-Turm sowie einen Leserbrief.

Nienhagen. Noch steht er auf dem kleinen Friedhof im Ostseebad Nienhagen wie ein Fremdkörper: der alte Trafoturm – ein grauer Betonklotz, unansehnlich, im unteren Teil mit Graffiti besprüht. Der Verein für Natur- und Umweltschutz (NUN) e.V. will diesen traurigen Zustand ändern – und das Bauwerk zukünftig nutzen, um Nist- und Brutplätze für Fledermäuse, Schleiereulen und andere Vögel zur Verfügung zu stellen. „Der Turm ist eingebettet im Schatten eines wunderbaren alten Baumbestandes, in einer einzigartigen Pflanzenvielfalt“, erklärt die Vereinsvorsitzende Brigitte Lange. „Viele Vogelarten leben in dieser Ruhe, obwohl der Friedhof an einer befahrenen Straße liegt“.

Hintergrund: Am Friedhof wurde in der 1930er-Jahren ein massiver Trafoturm aus Mauerstein errichtet. Die Technologie des Turms ist inzwischen überholt. Die Edis AG habe ei wirtschaftliches Interesse, die Nutzung aufzugeben und wolle in der Gemeinde übergeben oder biete alternativ an, ihn abzureißen, stellt Lange klar: Die Übernahme des Turms durch die Gemeinde würde durch die Edis AG finanziell unterstützt werden – die Mittel könnten für die Sanierung bereitgestellt werden.“ Selbst die Einrichtung von Nistplätzen für Fledermäuse wäre finanziell förderfähig.
Der Trafoturm befinde sich in einem guten Zustand, erklärte Brigitte Lange: „Auch das Dach ist dicht.“ Der Turm stehe auf gemeindeeigenem Gelände und stelle keine Gefährdung durch den fließenden Verkehr da. Im Mai 20230 sei ein Vorschlag des Vereins, den Turm zu erhalten, abgelehnt und stattdessen entschieden worden, das Bauwerk abzureißen, sagte Lange.

Nienhagens Hauptausschuss habe den Antrag im vergangenen Jahr besprochen – allerdings im Ergebnis den Abriss des Turm mit knapper Mehrheit beschlossen, ohne dafür die Gründe zu protokollieren. „Unsere Argumenten wurden einfach abgebügelt“, ärgert sich auch Vereinsmitglied und Gemeindevertreter Thomas Engelhardt. „Es hat keinerlei Dialog stattgefunden.“ Insgesamt gäbe es im Ostseebad keine Kultur, auf Engagement der Bürger einzugehen, das Dorf nach vorn und Menschen zusammenzubringen, machte Engelhardt deutlich.: „Da ist man schon leicht frustriert.“ Der Turm stehe in der Nähe des historischen Ortszentrums, sagte auch Harald Liepert, Mitglied der AF Ortschronik sowie des Tourismusausschusses: „Nienhagen wächst in östlicher Richtung weiter – das wird hier künftig ein zentraler Platz sein.“
Nach dem Votum im vergangenen Jahr habe der Hauptausschuss jetzt erneut über einen entsprechenden Antrag des Vereins abgestimmt, sagte Bürgermeister Uwe Karl (CDU): „Es ist bei der damaligen Entscheidung geblieben, den Turm abzureißen.“ Nach seiner Auffassung handele es sich beim alten Trafoturm um einen städtebaulichen Missstand, macht auch Gemeindevertreter und Bauausschussvorsitzender Haie-Jann Krause deutlich: „Für mich war der schon als Kind ein Schandfleck – ich jedenfalls freue mich, wenn der Turm weg ist, und alle Ur-Nienhägerr freuen sich sicher auch.“

Der umfangreiche Antrag sei zweimal kontrovers im Hauptausschuss diskutiert worden, so Krause: „Wie lange wollen wir noch darüber sprechen – bis es dem Verein passt? Der Trafoturm müsse ja kein Schandfleck bleiben, betonte Thomas Engelhardt. Wie es gehen kann, sehe man beispielsweise im sachsen-anhaltinischen Naumburg – hier steht der Artenschutzturm „Alter Trafo“, der vor einigen Jahren vom Naturschutzbund als Schutzquartier für Fledermäuse und Vögel ausgebaut wurde: „Das würden wir hier auch hinbekommen.“

Was dazu komme, erklärte Brigitte Lange: „Die Umnutzung von Trafotürmen wird von den Naturschutzbehörden in MV begrüßt, gefördert und bezuschusst – Fördermittel könnten beantragt werden.“ Viele alte Gebäude würden heute abgebrochen, obwohl sie modernisiert werden könnten. Zunehmend sei immer mehr Architekten und Stadtplanern dieser Abrisstrend ein Dorn im Auge: „Vor allem aus umwelt- und Klimaschutzgründen.“ Und: In der anhaltenden Diskussion und den Überlegungen, den Friedhof zu sanieren und pietätvolle und würdige Begräbnisse zu ermöglichen, habe sich ein zusätzlicher Vorschlag entwickelt: „Es geht darum zu überlegen, ob der Turm durch eine kleine Trauerhalle in leichter Holzständerbauweise ergänzt werden könnte – Bestatter haben es als unwürdigen Zustand beschrieben, dass die Trauernden bei Regen keinen Platz haben, an dem die Urne geschützt aufgestellt werden kann.“

Insgesamt eigne dich der Turm außerordentlich als Schutzraum für Insekten unterschiedlichster Vogelarten und als Schmuckstück im äußeren Bild der Gemeinde, ist Lange überzeugt: „In einem weiteren Schritt könnte er dazu dienen, menschenwürdige Trauerrituale vor Ort und nicht in den umliegenden Orten und Kirchen zu vollziehen.“

Tourismus sei ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor, machte Brigitte Lange deutlich und schlägt vor: „Warum nicht ein Modellprojekt Edis-Turm starten? Alle reden immer von touristischer Infrastruktur und vom qualitativen und nachhaltigen Wachstum des Tourismus.“

Dem Ostseebad würde ein nachhaltiges und ökologisches Modellprojekt „sehr gut zu Gesicht stehen und es auch in der Urlaubsregion ein kleines Stück bekannter machen.“

3. Küstenputztag am 19.09.2021 im Ostseebad Nienhagen

Um auf die Plastikflut aufmerksam zu machen und aktiv für die Umwelt etwas zu tun, fand auch in diesem Jahr wieder der weltweite Küstenputztag statt.

Der Verein für Natur- und Umweltschutz Ostseebad Nienhagen e.V. (NUN) hatte dazu aufgerufen. 25 Teilnehmer aus dem Ostseebad sowie Gäste folgten dem Aufruf.

Es wurde in 4 Abschnitten gesammelt:
1. Östlich von der Haupttreppe bis zur Treppe Schulweg,
2. Auf der Strandkorbwiese
3. Westlich von der Haupttreppe bis zum Aufgang Hundestrand
4. Promenade und Gespensterwald auf der Steilküste in dem von der Forst abgesperrten Gebiet bis zum Abgang Hundestrand.

Es wurden insgesamt 16,5  kg Müll gesammelt, darunter waren:
1,6 kg  Zigarettenkippen

Der Hauptbestandteil des Mülls bestand aus Plastik, Alupapier, Schaumpolystyrolstücke,
Papier, Papiertaschentücher, Kronkorken, Glasflaschen und Hundebeutel und vieles Andere mehr.

Für die Sammler wurden Wasser, Kaffee, Tee, Kuchen und ein Flammkuchen von Vereinsmitgliedern bereitgestellt, was dankbar angenommen wurde.

Wir haben mit vielen Leuten interessante Gespräche geführt und es hat uns viel Spaß gemacht.

Der Verein bedankt sich sich über die rege Teilnahme.

Baumscheiben freilegen auf der Obststreuwiese „An den Weiden 44“

Am 4. September 2021 trafen sich 14 Mitglieder und Unterstützer, um die zugewachsenen Baumscheiben der jungen Obstbäume auf der  Obststreuwiese freizulegen.
Treffpunkt war am Wischenhuus. Bewaffnet mit Spaten, Hacken und Schaufeln ging es Richtung Obsstreuwiese. Nach 2,1/2 Stunden war es geschafft. An allen 49 Bäumen waren die Baumscheiben freigelegt und gewässert. 

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit Würtchen vom Grill und schönen Gesprächen. Danke an Alle, die mitgemacht haben.

Zur Info:
Als Baumscheibe bezeichnet man den Boden um das Ende eines Baumstamms. Diese soll mindestens den gleichen Durchmesser wie die Baumkrone haben (mind. 100 cm), um ein standortgerechtes Wachstum zu sichern. Die Baumscheibe muss aus folgenden Gründen regelmäßig in den ersten fünf bis acht Jahren freigehalten werden:
1) Nährstoff- und Wasserkonkurrenz durch Gras und andere Pflanzen verhindern
3) Lockerung des Oberbodens (aber nicht zu tief, da sonst Oberflächenwurzeln beschädigt werden) für ausreichende Belüftung, geringere Verdunstung und bessere Wasserversorgung der Wurzeln 
4) maximale Nährstoff- und Wasseraufnahme der Wurzeln
5) gezielte Wurzelbildung und erfolgreiches Anwachsen der Jungbäume
6) Förderung der Stabilität der Jungbäume
7) Gras am Stamm entfernen um Feuchtigkeit zu vermeiden, da der Stamm 
sonst anfälliger für Pilzbefall wird
Das gemähte Gras kann bis zum Winter auf der Baumscheibe liegen bleiben (Mulchen), um eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit und den natürlichen Effekt der Düngung herzustellen, jedoch sollte diese nicht den Baumstamm bedecken und zum Winteranfang entfernt werden, damit ein Nisten von Wühl- und Feldmäusen verhindert wird. Wühlmausschäden werden im Frühjahr sichtbar durch schwachen Austrieb und gelblich gefärbtes Laub. Die Bäume sitzen locker im Boden. Auf gefährdeten Grundstücken sollten die Bäume beim Pflanzen in einen Drahtkorb gesetzt werden. Diesen kann man leicht selbst herstellen. Man benötigt dazu ein Sechseckdrahtgeflecht ohne Kunststoffummantelung, Maschenweite 16 mm, 60 cm breit und 30 cm tief. Für ein optimales Anwachsen sind eine möglichst lockere Bodenstruktur, gute Wasserversorgung und ein ausreichender Nährstoffgehalt im Bereich der Baumscheibe notwendig. Da die Anwuchszeit über Vitalität und Ertragsfähigkeit des Baumes entscheidet, lohnt sich dieser Aufwand. Der Baumstamm ist mit einer freigehaltenen Baumscheibe nach 5 Jahren doppelt so dick und die Krone doppelt so kräftig.
Die Pflege einer Baumscheibe im Jahresverlauf
Frühjahr
1) Die Baumscheibe offen und unbedeckt halten, damit sich der Boden leichter erwärmen kann.
2) Den Boden durch oberflächliches Hacken oder Grubbern lockern, um Luft eindringen zu lassen (nicht zu tief!)
3) Wenn nicht im Herbst schon erfolgt, jetzt Kalk einarbeiten. Der damit verbundene Anstieg des pH-Wertes bewirkt eine Hemmung des Pilzwachstums und fördert die Bakterientätigkeit.
4) Der Hauptwasserbedarf der Bäume ist im April und Mai, bei Trockenheit zusätzlich gründlich wässern.
Sommer
1) Mit dem ersten Wiesenschnitt (im Juni) die Baumscheibe mulchen. Damit wird unerwünschter Unkrautwuchs unterdrückt, das Bodenleben aktiviert und eine Austrocknung des Bodens durch Verdunstung des Bodenwassers vermieden.
2) Die Mulchdecke den ganzen Sommer über liegen lassen (zur Düngung) und gegebenenfalls immer wieder erneuern.
3) Bei zu geringer Neutrieblänge (weniger als 30 cm) eine organische Stickstoffdüngung aus abgelagertem Stallmist oder Kompost oder einem anderen organischen Dünger geben.
Herbst

1) Das Mulchmaterial von der Baumscheibe entfernen, da sich darunter auch gerne Wühlmäuse verstecken.
2) Eine Düngung mit Holzasche oder einem Phosphatdünger (zur Förderung der Wurzelbildung) ist für das weitere Wachstum und die Nährstoffversorgung der Bäume sinnvoll.
Winter
1) Die Baumscheibe offen und unbedeckt halten, damit sich der Boden leichter erwärmen kann.
2) Den Boden durch oberflächliches Hacken oder Grubbern lockern, um Luft eindringen zu lassen.(Quelle: http://www.manufactum.de)

Fledermausbegehung mit Dirk Seemann im Ostseebad Nienhagen 

Am 29. August trafen sich Mitglieder und Unterstützer zur 1. Fledermausbegehung im Ostseenbad Nienhagen. 

Schön, dass wir den Fledermausexperten Dirk Seemann dafür gewinnen konnten. Die Erfahrungn und Ergebnisse waren für uns sehr überraschend. Denn Fledermaus ist nicht Fledermaus. 

Ziel dieser Umweltbildungsaktion war einerseits, den Vereinsmitgliedern & Unterstützern  das Leben und Wirken der heimischen Fledermäuse näher zu bringen. Am 14.06.2021 führten wir eine Vorbegehung durch, um einen ersten Einblick in das lokale Artengefüge zu bekommen und eine fledermausträchtige Tour zu erarbeiten. Am 29.08.2021 folgte dann die eigentliche Gruppenexkursion.
Gleichzeitig haben wir die Gelegenheit genutzt, die Arten und Aktivitäten der Tiere zu erfassen. Mittels Batlogger wurden die Ultraschallrufe der Tiere in Echtzeit aufgenommen und später am PC die Arten bestimmt.
Diese Ergebnisse sind nur Momentaufnahmen dieser beiden Abende, dieser jeweils wenigen Minuten an jeweils nur diesen Plätzen. Was sich z.B. eine Stunde später oder zu anderen Jahreszeiten oder an anderen Orten abspielte bleibt uns unbekannt. So haben wir den unmittelbar angrenzenden Lebens- und Aktionsraum Wald jeweils nur in der Dämmerung kurz angeschnitten, die Beobachtungen dort sind wahrscheinlich (und hoffentlich!) nicht repräsentativ für des gesamte Gebiet.
Aus den akustischen Erfassungen können wir keine Angaben zu Tierzahlen ableiten. Die Koloniemitglieder können sich weit in der Landschaft verteilen, ebenso aus größeren Gebieten Tiere an attraktiven Orten zusammenkommen. Jagdgebiete können längere zeit genutzt oder – je nach Insektenangebot – schon nach einigen Minuten wieder gewechselt werden. Leise rufende oder etwas entfernt fliegende Tiere können wir dabei ebenfalls überhören.
Was können wir aus den aufgenommenen und ausgewerteten Rufen ableiten?
In den allermeisten Fällen handelt es sich um Ortungslaute, mit denen sich die Fledermäuse in der Dunkelheit orientieren und an insektenreichen Stellen nach Beute suchen. Diese Rufe sind im Prinzip arttypisch, sie werden aber im Gelände in einem gewissen Rahmen an die Umgebungsbedingungen angepaßt. (Z.B. Flug nahe oder weiter entfernt von Hindernissen, Beutesuche oder Transferflüge usw.) Die Arten auf unserer Exkursion ließen sich meist sehr gut unterscheiden, es gibt aber auch Fälle und Artengruppen, in denen sich die Rufeigenschaften teilweise überschneiden und Bestimmung nur auf Ebene einer Artengruppe möglich ist.
Die von uns beobachteten Arten unterscheiden sich insbesondere in der Höhe (= Hauptfrequenz) der Rufe und lassen sich somit sehr schön in Zeit- Frequenz-Diagrammen darstellen.
Während bei Transferflügen, einfachen Ortswechseln, diese Ortungsrufe ausgestoßen werden, entwickeln sie sich bei der Annäherung an Beuteinsekten und schließlich dem Beutefang zu typischen Fangsequenzen („final buzzes“). An solchen Rufstrukturen können wir erkennen, daß die betreffende Fledermausart an dieser Stelle auch aktiv und erfolgreich jagt. Im Gegenzug wird uns auch klar, daß hier nachtaktive Insekten in größerer Menge vorkommen müssen.
Weitere Ruftypen sind Sozialrufe. Sie dienen der Verständigung der Tiere untereinander. Das „Gezeter“ von Tiergruppen in Quartieren klingt für uns nicht arttypisch. Verstärkt jetzt im Herbst hören wir aber oft auch typische Sozialrufe, die wir einzelnen Arten zuordnen können.

Zusammenfassug
Auf unseren beiden Exkursionen konnten wir sechs Fledermausarten beobachten. Die Artenzahl und die festgestellten Arten sind für eine so ausgestattete Ortschaft durchaus üblich und auch zu erwarten. Mit einigen weiteren Arten kann gerechnet werden.
Dominant waren hier Zwerg- und Mückenfledermäuse. Beide Arten bewohnen meist Spaltenquartiere an Gebäuden, aber auch andere Verstecke (Fledermauskästen, Baumquartiere) können genutzt werden. Beide Arten haben mit Sicherheit im Ort und/ oder im nahen Wald Quartiere. Dafür spricht auch das frühe Auftreten in der Dämmerung und die hohe Aktivität. Für beide Arten konnten wir die zwei erfaßten Gewässer und den Waldrand als Jagdgebiete identifizieren. Hier konnten wir auch mehrfach Sozialrufe beider Arten aufzeichnen. Helle und beleuchtete Straßen wurden ebenfalls beflogen, hier fand aber während unserer Begehungen keine Jagd statt.
Von den weiteren Arten gelangen jeweils nur wenige Aufnahmen. Ob sie in der Ortslage oder im angrenzenden Wald Quartiere nutzen oder aus einiger Entfernung anflogen, muß vorerst ungeklärt bleiben. Die Beobachtungen an beiden Abenden waren so kurz und sporadisch, daß wir die Arten nicht alle direkt im Gelände erkannten und kommentieren konnten. Einige fand ich erst bei der Rufauswertung.
Die Rauhautfledermaus kann sowohl in Gebäudequartieren als auch Baumquartieren vorkommen. Nur eine einzige Aufnahme in der Ortslage läßt keine weitere Aussage zum Vorkommen zu.
Die Breitflügelfledermaus ist ebenfalls ein Gebäudebewohner. Die Beobachtungen schon in später Dämmerung lassen ein Vorkommen im Ort möglich erscheinen.

Die Wasserfledermaus nutzt vorwiegend Baumquartiere. Sie fliegt abends erst bei völliger Dunkelheit aus und meidet möglichst beleuchtete Gebiete. Die beiden von uns begangenen Gewässer sehen aus menschlicher Sicht als Jagdgebiet gut geeignet aus und werden zumindest gelegentlich auch genutzt. Quartiere und Jagdgebiete dieser Art können sich aber z.B. auch im Wald befinden.
Der Abendsegler bewohnt meist Baumquartiere. Ein Teil seiner Jagd findet in größeren Höhen im freien Luftraum statt. Mit seinen schnellen Flügen kann er dabei große Entfernungen zwischen Quartieren und Jagdgebieten zurücklegen. Unsere Aufnahmen entstanden jeweils relativ spät in der Dunkelheit, das läßt keine Rückschlüsse auf nahe oder ferne Quartiere zu. Die wenigen beobachteten Tiere können sowohl aus nahe liegenden Vorkommen stammen als auch eine größere Anreise hinter sich haben. Das bleibt uns vorerst unbekannt.
Abendsegler und Rauhautfledermaus zählen zu den wandernden Arten, die teilweise Sommerlebensräume in Skandinavien und im Baltikum nutzen, den Winter aber in Südwesteuropa verbringen können. Über diese Zugbewegungen ist noch wenig bekannt. Ob in welchem Maße die Küstenlinie dabei eine Rolle spielt ist eine spannende Frage.

Vielen Dank an Dirk Seemann für die informative & tolle Begehung!

Kräuterwanderung im Ostseebad Nienhagen mit der Heilpraktikerin Antje Katreniok

Für den  22. August 2021  lud der Verein für Natur- und Umweltschutz Ostseebad Nienhagen (NUN) e.V. zu einer Kräuterwanderung im Nienhäger Wald ein. Der Einladung sind 14 Mitglieder, Unterstützer und Interesssierte gefolgt. 

Wir hatten großes Glück, die Heilpraktikerin Antje Katreniok dafür zu  gewinnen. Antje Katreniok hat schon in frühen Jahren durch ihre Familie die Wildkräuter kennengelernt  und ihre Passion zum Beruf gemacht. Mit ihr hatten wir eine kundige Beraterin an unserer Seite, die  zu jeder Frage eine passende Antwort hatte. 

Treffpunkt war an der KITA und dort hatten wir die erste Begegung mit den Lindenbäumen an der Strandstraße. Wenn im Frühjahr die zarten Blätter der Linde spriessen,  können diese geerntet  und z.B. im Salat verarbeitet werden.

Weiter ging es Richtung Wald. Hier begegnete uns u.a. der Gundermann. Fast das ganze Jahr über kann man den Gundermann frisch ernten. Selbst unter dem Schnee treibt er frische Blättchen und ist im Frühjahr eines der ersten verfügbaren Wildkräuter. Die leicht gekerbten nieren- oder herzförmigen Blätter sind reich an Vitamin C, Kalium und Kieselsäure.

Auch der Spitzwegerich war nur unweit entfernt. Auch wenn die Blätter des Spitzwegerichs essbar sind und von Wildkräuterfans geschätzt werden, kommt Spitzwegerich weit häufiger als Heilpflanze bei Husten und Heiserkeit zum Einsatz. In diesem Zusammenhang wird Spitzwegerich in alten Schriften als Heilwegerich tituliert.

Spitzwegerich in der Küche

Kulinarisch ist Spitzwegerich wenig bekannt. Dabei sind die Blätter der Pflanzen reich an Vitamin C und lassen sich vielfältig verarbeiten. Besonders, wenn im Frühjahr die zarten Blätter austreiben, ist Spitzwegerich mit seinem leicht pilzartigen Geschmack eine interessante Zutat in Wildkräutersalaten. Am besten entfaltet sich der Geschmack in Kombination mit anderen essbaren Wildkräutern wie Gänseblümchen (Blüten und Blätter sind essbar), den Blättern von Sauerampfer, Kerbel, Giersch und Löwenzahn.

Ferner eignet sich Spitzwegerich, um Eierspeisen, selbstgemachten Kräuterquark oder Frischkäse mit Kräutern abzurunden.  Kommen wir zum Girsch, der eher nicht so geschätzt und unterschätz ist. Und im Schach gehalten werden kann, wenn man lediglich die Blätter ebenerdig entfernt.

Roh erinnert Giersch in Geruch und Geschmack ein wenig an Petersilie gemischt mit dem harzigen Aroma einer Mango, gekocht hingegen an Spinat. Da Giersch im Gegensatz zu den meisten Gemüsesorten über viele Monate zur Verfügung steht und nur geringe Ansprüche an Boden, Wasser und Lichtversorgung stellt, sicherte er beispielsweise während der Weltkriege vielen Menschen die Vitaminzufuhr.

Die jungen, grünen Blätter enthalten (je 100 g) etwa: 200 mg Vitamin C, 5 mg Carotin, 130 mg Calcium, 5 mg Magnesium, 3 mg Eisen und 2 mg Kupfer.[10]

Giersch kann als Salat oder Gemüse zubereitet werden. Als Salat eignen sich vor allem die jungen, kaum entfalteten Blätter. Rohe Blätter können auch in Aufstriche und Suppen gegeben werden. Nach der Blüte wird der Geschmack kräftiger und eine leicht abführende Wirkung kann eintreten. Durch das Entfernen der Blüten kann dies teilweise verhindert werden. Ältere Blätter eignen sich als Tee oder zum Kochen bzw. Dünsten. Die bitteren Stiele sind zäh und sollten entfernt werden.

Weiter sind zu erwähnen, das wir u.a. Schachtelhalm, Nelkenwurz, Waldmeister, Klettenlab, Knoblauchrauke, Löwenzahn, Johanneskraut und vieles mehr  im Nienhäger Wald entdeckt haben.   

Was wäre eine Kräuterwanderung, wenn man zum Abschluss nicht  auch diese Köstlichkeiten aus dem Wald schmecken und riechen kann?

So gab es zum Ende der Kräuterwanderung ein Picknick mit sellbstgebackenem  Brot, Kraüterbutter und Dips aus Wildkräutern,  zubereitet von Antje  Katreniok.

Ein wirklich würdiger Abschluss einer interessanten  Veranstaltung, die wir im nächsten Frühjahr wiederholen werden. 

Wir freuen uns darauf!

Dank noch ml an Antje Katreniok für die wirklich tolle Veranstaltung!

Bye, bye KITA 2021

Am 18.06.2021 war es wieder soweit. Die zukünftigen Schulanfänger vom Kindergarten Waldgeister  wurden verabschiedet. Sigrid Sasse und Sabine Scholz vom Verein für Natur- und Umweltschutz Ostseebad Nienhagen (NUN) e.V., die mit den Kindern das Beet vor dem Kindergarten betreuen, haben zu diesem Anlass liebevoll kleine Schultüten gebastelt und mit allerlei schönen Dingen gefüllt. 

Wir danken den Kindern für die schöne Zeit  und wünschen ihnen alles gute für die Zukunft.

 Neuer Obstlehrpfad im Ostseebad Nienhagen 

Gern hätten wir, die Mitglieder des Vereins für Natur- und Umweltschutz Ostseebad Nienhagen (NUN) e.V. unseren Obstlehrpfad mit einer kleinen Feier gemeinsam mit Einheimischen eröffnet. Doch dies ging nun wegen der Coronabestimmungn nicht. Doch gebaut wurde der Pfad trotzdem. „Schauen Sie doch mal im Wohnungsgebiet An den Weiden in Nienhagen bei einem Ihrer Spaziergänge vorbei“, lädt Brigitte Lange, Vorsitzende des NUN, potenzielle Besucher ein. „Unsere 49 gepflanzten Obst-Paten-Bäume im gleichen Wohngebiet zieren seit dem 20. März wunderschöne und vor allem informative Sortenschilder, so dass jeder gleich sehen kann, was dort wächst“, sagt sie. „Damit ist es uns gelungen, den geplanten Obstlehrpfad in unserem schönen Ostseebad anzulegen“. 

Das war nicht die einzige Aktion der NUN-Mitglieder. Sie brachten erst kürzlich 5 Nistkästen in der Strandstraße an. Beim Anbringen war auch der 4-jährige Pacy Branstner. Er durfte zu Papa auf die Leiter und symbolisch vor seiner KITA mithelfen. Den Kasten brachten aus Sicherheitsgründen dann doch der Vater Marcel Schoof wie Klaus Funke an. Aufgeregt war der Kleine und so stolz, dass vor seiner KITA „Waldgeister“ nun auch ein Vogelpaar brüten wird. So hoffen es zumindest alle Mitstreiter. „Die Anleitung, wie die Kästen aufgehängt werden müssen, haben wir uns von Naturschutzbund geholt“, erklärte Brigitte Lange.

Demnach müssten die Nisthilfen artgerecht angebracht werden, weil sie sonst leer blieben. „In zwei bis drei Metern Höhe sollten die normalem Kästen für Spaten & Co. aufgehängt werden“, so Lange. „Es ist darauf zu achten, das Einflugloch in Ausrichtung nach Osten oder Südosten zu setzen – bitte wegen der prallen Sonne im Sommer nicht nach Westen ausrichten, zur Wetterseite oder Süden“.

In die Bäume dürften nur rostfreie Alu-Nägel oder feste Drahtbügel, die den Baum nicht schädigen, machte die NUN-Vorsitzende deutlich: „Um das Eindringen von Regen zu vermeiden, bitte den Kasten nie nach hinten, sondern vorn überhängen lassen“.  Darüber hinaus sollten die Abstände für Nistkästen gleicher Bauart mindestens 10 Meter betragen. Die Ausnahme bilden Koloniebrüter wie Stare und Schwalben. Das gewährleistet, dass brütende Tiere ausreichend Nahrung finden. 

Verein baut  Nistkästen

Die Nistkästen sollten eigentlich bereits hängen. „Doch weil wir wegen Corona unser Herbstfest 2020 nicht durchführen konnten, blieb das auf der Strecke“, sagte Brigitte Lange, Vorsitzende des Vereins für Natur- und Umweltschutz (NUN) e.V.. „Jetzt haben wir 5 angefertigt, symbolisch für den Rest.“ 15 möchten die Mitglieder  unbedingt mit Schülern noch in diesem Jahr bauen, so der Plan.

Martina Schröter, Uwe Schulze, Christel Hödl, Ralf Zientek  und Sabine Scholz vom NUN  fertigten die Nistkasten nach Bauanleitung an.

Vereinsmitglieder fertigten symbolisch 5 Nistkästen in der heimischen Werkstatt nach NABU-Bauplan an. Die Nisthilfen wurden am 6. März an 5 Kastanienbäumen in der Strandstraße angebracht.

Diese Bäume wurden bewusst gewählt, um den Befall der Miniermotte an den Kastanien eindämmen zu können. Das Anbringen der Nistkästen erfolgte artengerecht, die Empfehlungen des NABU, wie Höhe, Ausrichtung und die Verwendung von rostfreien Alunägeln wurden eingehalten.

„Die Bretter für alle 20 Kästen schenkte uns die Forst Bad Doberan. „Einen Dank dafür“, sagte Martina Schröter. „Wir hoffen durch die Kästen mehr Vögel anzulocken, die den Befall der Miniermotte eindämmen können“, sagte Brigitte Lange. „Die Motte schädigt Kastanien“. 

Am 6. März 2021 wurden die Kästen dann mit Mitgliedern und Unterstützern angebracht. 

Ansitzhilfe für Greifvögel

Am 27.01.21 haben Klaus Funke und Wolfgang Lange 3 Ansitzstangen für Greifvögel an die Baumpfähle der gepflanzten Obstbäume auf der Streuobstwiese angebracht. Das war notwendig geworden, da von zwei Bäumen der Leittrieb abgebrochen war, was wir auf Vögel zurückführen insbesondere auf einen Falken, der in diesem Bereich häufig beobachtet werden kann.

Selbst auf große Entfernung können die Greifvögel die Wühlmaus aufspüren und diese effektiv bekämpfen. Damit sich die Greifvögel in der Umgebung wohlfühlen, ist eine Ansitzstange notwendig. Auf dieser können sich die Vögel ausruhen und Ausschau nach den Wühlmäusen halten. 

Wo Ansitze fehlen, können die eleganten Vögel nur schlecht oder gar nicht jagen. 

Besonders im Winterhalbjahr müssen Greifvögel Energie sparen. Sie sind dann stärker als im Sommer auf geeignete Sitzwarten angewiesen. Diese erleichtern ihnen die Ansitzjagd auf die Kleinsäuger.
Die Beutegreifer können damit auch die biologische Schädlingsbekämpfung unterstützen. Man darf aber nicht erwarten, dass sie die Kleinsäuger völlig in Schach halten.

Bye, bye KITA 2020

Am 18.06.2020 war es soweit. Die zukünftigen Schulanfänger vom Kindergarten Waldgeister  wurden verabschiedet. Sigrid Sasse und Sabine Scholz vom Der Verein für Natur- und Umweltschutz Ostseebad Nienhagen (NUN) e.V., die mit den Kindern das Beet vor dem Kindergarten betreuen, haben zu diesem Anlass liebevoll kleine Schultüten gebastelt und mit allerlei schönen Dingen gefüllt. 

Wir danken den Kindern für die schöne Zeit  und wünschen ihnen alles gute für die Zukunft.

Planung und Bau unseres Gerätehauses

Aufgrund der Bewilligung von Fördermitteln einmal von der BINGO-Lotterie und zum Anderen vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in Güstrow für Umweltbildung und -erziehung war es uns möglich den Bau für ein Gerätehaus in Angriff zu nehmen. Das Gerätehaus soll der Ausgangspunkt für unseren Obstlehrpfad bilden.
Am 13.05.20 fand eine Begehung mit Vertretern der Gemeindevertretung zu einem möglichen Standort für ein Gerätehaus unseres Vereins statt, welches in der Vereinbarung mit der Gemeinde enthalten ist. Es wurde ein Standort am Regenrückhaltebecken des Zweckverbandes Kühlung gefunden. Nach Begehung mit einem Vertreter des Zweckverbandes am 17.06.20 stimmte auch er dem Vorhaben zu. Eine Kieslieferung erfolgte am 12.06.20.
Am 19.06.20 wurden uns die Materialien für die Herstellung des Fundamentes von Bauhaus geliefert, die wir am 28.05.20 im Bauhaus gekauft hatten.
Am 21.06.20 wurde ein Element des dort vorhandenen Zaunes abgebaut und die Fläche abgesteckt. Am Abend des 22.06.20 haben viele Mitglieder des Vereins die Grasnarbe entfernt und den Kies eingebaut.
Am 27.06.20 konnten die Steine verlegt und das Fundament fertiggestellt werden. Das Gerätehaus wurde uns am 06.07.20 geliefert.
Das Haus konnte nun aufgebaut und eingeweiht werden. 
Den vielen Mitgliedern und Unterstützern danken wir ganz herzlich für die fleißige Arbeit.

Artikel in der OZ zum Projekt:
Von Sabine Hügelland

Nienhagen. Wohin nur mit all den Gartengeräten, Kanistern und Schläuchen fragten sich die elf Mitglieder des Vereins für Natur- und Umweltschutz im Ostseebad Nienhagen (NUN) e.V.
Jetzt schritten sie zur Tat und bauten ein Gerätehaus auf die Obststreuwiese „An den Weiden“. in das unter anderem auch Material für Nistkästen und Insektenhotel hineinkommt.
Der Platz für das Gerätehaus wurde weise gewählt. Es befindet sich am Rand der Obststreuwiese und passt sich in die Umgebung ein.
Blockbohlenhaus entstand aus einem Bausatz
„Der Standort wurde in Absprache mit dem Zweckverband Kühlung und der Gemeinde gewählt“ sagte NUN-Vorsitzende Brigitte Lange, die ebenfalls fleißig beim Aufbau half. Das um die neun Quadratmeter kleine Blockbohlenhaus war ein Bausatz, den einige Mitglieder des NUN in Eigenregie aufbauten. Viel galt es auch zu streichen und die Ehranamtler gaben richtig Gas, den eigentlich wollten sie bereits am vergangenen Freitagbeginnen, doch da machte ihnen das Wetter einen Strich durch die Rechnung. De Bodenplatte konnte bereits Ende Juni angebracht werden. „Erst bekamen wir einen Schreck weil die Fudamenthölzer nicht zu sehen waren“, sagte Brigitte Lange. Doch zum Glück war dann das Material doch vollzählig. „Wir hatten ja Fördermittel beantragt „, so die Nienhägerin. „Einmal beim Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Güstrow und weitere bei der Umwelt-Bingo-Lotterie Bremen. Insgesamt sind es so an die 8.000 Euro, die wir jedoch erst vorstrecken müssen. Einen Teil davon nutzen die Vereinsmitglieder, um das Gerätehaus zu finanzieren.

Kita-Kinder bringen Blüh-Samen und Blumenzwiebeln ein und beteiligen sich am Insektenhotel

Im Juni 2019 startete NUN mit seinem ersten Projekt. Es wurde eine Blühbeet mit Vereinsmitgliedern und Kita-Kindern  und deren Erzieher angelegt. Dazu bastelten die Kinder Saatkekse, die in das vorbereitete Beet versteckt wurden.

Ziel war es, durch die Einbindung der Kinder in die Arbeit eine breite Aufmerksamkeit – auch bei den Eltern und Großeltern – zum Erhalt der Artenvielfalt  zu erreichen.

Schon nach kurzer Zeit  zeigten sich die ersten Erfolge. Das  Blühbeet erstrahlte in seiner Vielfalt und Farbenpracht, was viele Insekten über das ganze Jahr anlockte.

Viel Lob gab es auch von Einwohnern und Gäste aus Nienhagen.

Um die Artenvielfalt  auch für das nächste Jahr zu erhalten, trafen sich im Oktober 2020 einige Vereinsmitglieder mit der Kita-Gruppe, um mehrere hundert gesammelte Samen und Blumenzwiebeln in das vorbereitete Blühbeet einzubringen. Hier noch mal ein großer Dank an die Eltern und Vereinsmitglieder, die die vielen Samen und Zwiebeln zur Verfügung gestellt haben.

Mit viel Begeisterung und Elan machten sich die Kinder ans Werk und nach gut zwei Stunden waren alle Samen und Zwiebeln im Beet verschwunden.

Beteiligung der Kita-Kinder am Insektenhotel

Schon im Vorfeld der Aktion behandelten die Kinder mit ihrer Kindergärtnerin Lisa Steigbügl das Thema Insekten ausführlich in der „Waldeulengruppe“. Daher freuten  sich die Kinder besonders über die Möglichkeit für den NUN-Verein ihren Teil zum Insektenhotel beitragen zu dürfen.
 
„Wir sammelten Ideen mit welchen Materialien wir unsere Kiste füllen könnten und gemeinsam schauten wir, welche Materialien wir in unserer Umgebung finden.
Dazu gehören Kastanien, Stöcker und Blätter aus dem Wald.
Heu, Stroh und Sonnenblumenstängel wurden von den Kindern und Kollegen/innen beigesteuert“, berichtete Lisa Steigbügl.
 
„Nachdem  wir alles zum trocknen ausgebreitet hatten, höhlten wir die Sonnenblumenstängel aus und kürzten die Stöcker. Als das Grundgerüst und die Aufteilung  fest stand, befüllten die Kinder das Insektenhotel.
 
Zur Befestigung brachten wir von außen den Draht an und setzen eine kleine Holzeule als Erinnerung an die Waldeulengruppe hinein.
 
Wir freuen uns schon darauf in Kürze die ersten Bewohner kennen zu lernen“, berichtet Lisa Steigbügl weiter.
 
Auch wir vom Verein sind ganz begeistert von dem Kita-Insektenhotel. Vielen Dank für die tolle Beteiligung am Blühbeet und am Insektenhotel.

2. Pflanzfest, Einweihung des Insektenhotels und Blumenzwiebeln für mehr Natur

TIPP: Hier könnt ihr euch die Interaktive Karte zur Streuobstwiese anschauen. Klickt einfach auf den nachfolgenden Link. Die farbigen Symbole bitte anklicken für mehr Informationen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Durchstöbern und Entdecken.

PROJEKTEKARTE

https://umap.openstreetmap.de/de/map/ostseebad-nienhagen-projekte-des-nun-ev_26043#15/54.1635/11.9593

Die Projektekarte zeigt die Projekte des NUN in einer Karte.

Artikel zum 2. Pflanztest und Insektenhotel:
Immer grüner wird das Ostseebad Nienhagen. Viele junge Familien mit Kindern kamen am 17. Oktober 2020 bei sonnigem Wetter zum zweiten Pflanztest des Vereins für Natur- und Umweltschutz Ostseebad Nienhagen (NUN) e.V.. Gegründet im vergangenen Jahr, haben die Mitglieder viel erreicht. Mittlerweile gibt es eine Obststreuwiese von rund 5000 Quadratmetern, auf der am Sonnabend 20 weitere Obstbäume (jetziger Bestand: 49 Bäume) gesetzt wurden. Darunter Walnuss, Kirsch-, Apfel-und Pflaumenbäume.

Der Nienhäger Wolfgang Lange erklärt, wie Bäume fachgerecht in den Boden kommen. Jedem Baum wurde ein Platz zugewiesen, damit sie sich später, wenn sie ausgewachsen sind, nicht im Wege stehen.

Den Höhepunkt bildete jedoch die Einweihung des Insektenhotels, das Jens Schröter baute. Er bereitete auch auch die Kästen vor, die individuell von Helfern bestückt wurden

Jede Box sieht anders aus und wird hoffentlich eine Vielzahl von Insekten anlocken, damit die Bäume auch Früchte tragen. „Zehn Helfer haben insgesamt zwölf Kisten befüllt“, berichtete Vereinschefin Brigitte Lange. „Einer kommt von unserer Kita“, sagte Martina Schröter. „Wohnen de lux“ nannte Christa Höld die neuen Behausungen der Insekten“ „Ich machte letzte Jahr schon mit“, sagte Susanne Braunster, deren zwei Kinder viel Spaß dabei hatten. Eine Herbstkirsche sollte es diesmal sein. „Kinder sind doch immer glücklich, wenn sie mit Schaufeln hantieren können, und so lernen sie auch noch etwas über die Natur“, sagte die Mutter.

„Als Familie pflanzen wir heute gemeinsam eine Baum“, ließ Anne Lange wissen, die mit Mann und ihren drei Kindern dabei war. „Auf diese Weise erfahren Kinder wie so ein Baum entsteht und was alles dazu gehört, bis er Früchte trägt“, sagte die 34-Jährige.

Brigitte Lange verteilte am Ende Urkunden an die Pflanzer. Der NUN hatte in diesem Jahr eigentliche Weiterre Aktionen angedacht, die coronabedingt ausfallen mussten. Dafür verteilten  einige der Mitglieder gemeinsam mit den Kindern aus der Kita „Waldgeister“ einen Tag zuvor gesammelte Saat-Samen und Blumenzwiebeln auf dem Blühbeet der Kita.

Die fleißigen Helfer, Unterstützer und Mitglieder wurden mit Getränken, Kaffee und Kuchen sowie Hot-Dogs während des Pflanzfestes versorgt.

Auch in diesem Jahr war das Pflanzen der Bäume ein voller Erfolg.

2. Küstenputztag am 19.09.2020 im Ostseebad Nienhagen

“Wenn die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr erscheinen und es wärmer wird, beginnt das rege Treiben am Strand und im Gespensterwald von Nienhagen. Viele Besucher suchen in der Freizeit den Strand auf, um dort gemeinsam eine entspannte  Zeit zu haben.

Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass einige den  Müll gedankenlos wegwerfen und u.a. leeren Flaschen aus Glas und Plastik sowie Zigarettenkippen hinterlassen. Plastikmüll, der zu häufig in unserer Umwelt landet, braucht Jahrhunderte, um zu verrotten.

Um auf die Plastikflut aufmerksam zu machen und aktiv für die Umwelt etwas zu tun, fand auch in diesem Jahr wieder der weltweite Küstenputztag statt. Im Rahmen dieser Aktion führte auch der Verein für Natur- u d Umweltschutz Ostseebad Nienhagen (NUN) e.V. am 19.9.2020 von 10:00 – 12:00 Uhr am Strand und im Gespensterwald wieder eine Müllsammelaktion durch.

39 Personen folgten unserem Aufruf. Darunter waren 6 Vereinsmitglieder und ein Vertreter der Gemein, Thomas Engelhardt.

Auch dieses Jahr hatten wir wieder  einen Stand aufgebaut. Im Angebot gab es Gelees, Säft, Obstler von der Obstarche Reddelich, Honig vom Imker Herrn Unger aus Nienhagen und ausgefallene Keramik von Sigrid Sasse. Natürlich durften Flyer und Visitenkarten vom Verein nicht fehlen.

Die Standbetreuung und Organisation übernahmen Sigrid Sasse, Gitti Boldt, Sabine Scholz und Brigitte Lange.

Brigitte Lange begrüßte die Teilnehmer und erklärte die Notwendigkeit eines  Küstenputztages:

Die Vermüllung der Meere nimmt immer mehr zu!
Der Plastikmüll ist enorm gefährlich, denn bis zur völligen Zersetzung von Plastik können mehrere Hundert bis Tausend Jahre vergehen. Bis dahin zerfällt es lediglich in immer kleinere Partikel. Diese kleinen, festen und wasserunlöslichen Plastikpartikel unter 5 mm Größe werden Mikroplastik genannt.
Mikroplastikpartikel gelangen problemlos in die Körper von Meerestieren und können durch deren Verzehr auch in den menschlichen Organismus aufgenommen werden.

Hier einige Zersetzungszeiten von Müll:
Zigarettenkippen 1-5 Jahre
Wollsocken 1-5 Jahre
Aludosen 200 Jahre
Einwegwindeln 450 Jahre
Plastikflaschen 450 Jahre
Angelschnur 600 Jahre

Eine Zigarette ist eigentlich ein Wunderding der Tabakindustrie. Bis zu 4000 unterschiedliche Chemikalien stecken darin, sodass die Tabakindustrie eigentlich eine Unterabteilung der Chemiebranche ist. Viele dieser Chemikalien bleiben im Filter zurück und gelangen ins Ökosystem, sobald man den Rest einer verglimmten Zigarette achtlos wegwirft.
Bereits ein Zigarettenstummel pro Liter Wasser reicht aus, um die Hälfte der darin schwimmenden Fische zu töten – kleinere Wassertiere reagieren meist noch sensibler auf die Giftstoffe. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie von Thomas Novotny, Professor der Division of Epidemiology and Biostatistics an der San Diego State University.

Aus diesem Grund wollte der Verein für Natur- und Umweltschutz OB Nienhagen hier an unserem Küstenabschnitt etwas gegen den Müll an unserem Strand tun.

Es wurde in 4 Abschnitten gesammelt:
1. Östlich von der Haupttreppe bis zur Treppe Schulweg,
2. Auf der Strandkorbwiese
3. Westlich von der Haupttreppe bis zum Aufgang Hundestrand
4. Promenade und Gespensterwald auf der Steilküste in dem von der Forst abgesperrten Gebiet bis zum Abgang Hundestrand.

Es war ein italienischer Staatsbürger dabei und drei Freunde, die extra für den Küstenputztag aus der Sternberger Gegend nach Nienhagen anreisten.

Es wurden insgesamt 49 kg Müll gesammelt, darunter waren:
3 Eisenteile 8 kg
Zigarettenkippen 2 kg
1 Kanister, gefüllt 24,5 kg
1 Plasterohr ca. 50 cm lang.

Der Hauptbestandteil des Mülls bestand aus Plastik, Alupapier, Schaumpolystyrolstücke,
Papier, Papiertaschentücher, Kronkorken, 31 Glasflaschen, Zigarettenkippen und 15 Hundebeutel und vieles Andere mehr.

Für die Sammler wurden Wasser, Kaffee, Tee, Kuchen und ein Flammkuchen von Vereinsmitgliedern bereitgestellt, was dankbar angenommen wurde.

Wir haben mit vielen Leuten interessante Gespräche geführt und es hat uns viel Spaß gemacht.

Der Verein  bedankt sich  sich über die rege Teilnahme.

Bau und Einweihung eines Insektenhotels auf der Obststreuwiese von NUN e.V.

Die Natur braucht unsere Hilfe. Für Jens Schröter mit ein Grund vier Tage seines Urlaubs zu opfern, um eine Insektenhotel von zwei mal zweieinhalb Metern zu bauen, im Auftrag des Vereins für Natur- und Umweltschutz im Ostseebad Nienhagen.

Fast alles machte er allein, um den Verein, der eine Obststreuwiese unterhält, zu entlasten. Unterstützung erhielt er auch von einer Familie, die den Strom für die Bohrmaschine zur Verfügung stellte, und ein Vereinsmitglied half kurz mit.

Das clevere dabei ist, der Kasten besitzt zwölf Einschübe. ZukünftigSchulklassen oder andere Interessenten sich ein Schub herausnehmen und nach eigenen Vorstellungen bestücken.

Der 44-jährige lebt eigentlich in Hessen, ist Lokführer und war zu Besuch in Nienhagen. Nun möchte Jens Schröter bald selbst einen Baum auf der Streuobstwiese pflanzen. Er sollte sich möglichst nah am Insektenhotel befinden, ist sein Wunsch. Seine Tochter hat bereits einen Baum dort.

Den Höhepunkt bildete jedoch die Einweihung des Insektenhotels am 17. Oktober während des 2. Pflanzfestes vom NUN.

Die Kästen sind  individuell von Helfern bestückt wurden. Jede Box sieht anders aus und wird hoffentlich eine Vielzahl von Insekten anlocken, damit die Bäume auch Früchte tragen. „Zehn Helfer haben insgesamt zwölf Kisten befüllt“, berichtete Vereinschefin Brigitte Lange. „Einer kommt von unserer Kita“, sagte Martina Schröter. „Wohnen de lux“ nannte Christa Höld die neuen Behausungen der Insekten“.

 

1. Pflanzfest – 28 neue Obstbäume für das Ostseebad Nienhagen

TIPP: Hier könnt ihr euch die Interaktive Karte zur Streuobstwiese anschauen. Klickt einfach auf den nachfolgenden Link. Die farbigen Symbole bitte anklicken für mehr Informationen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Durchstöbern und Entdecken.

PROJEKTEKARTE

https://umap.openstreetmap.de/de/map/ostseebad-nienhagen-projekte-des-nun-ev_26043#15/54.1635/11.9593

Die Projektekarte zeigt die Projekte des NUN in einer Karte.

Artikel zum 1. Pflanztest

50 Nienhäger und Gäste beteiligten sich am Wochenende an der Pflanz-Aktion des Vereins für Natur- und Umweltschutz

Von Sabine Hügelland – Ostseezeitung Bad Doberan vom 4.11.2019

Nienhagen. Der Himmel ließ Regen befürchten – und so kamen sie am Sonnabendvormittag in Regenjacke und Gummistiefeln ins Wohngebiet An den Weide: 50 hoch motivierte Einwohner und Gäste, die dem Aufruf zur ersten Baumpflanzaktion des Vereins für Natur- und Umweltschutz Ostseebad Nienhagen e.V. (NUN) gefolgt waren. Eine Streuobstwiese soll auf einer 5000 Quadratmeter gro0ßen Fläche entstehen. Damit die zum Teil noch unerfahrenen Teilnehmer keine Fehler machten, erklärte Wolfgang Lange, wie es geht. „Unter die Wurzeln kommt dünner Maschendraht, als Schutz vor Fressfeinden“, sagte der Nienhäger. „Bitte achtet darauf, den Baum nicht zu tief zu setzen“. Die Veredelungsstelle müsse zehn Zentimeter tief aus dem Boden ragen, ergänzte der Baumexperte Edwin Sohn. Wolfgang Lange, dessen Frau Brigitte die Leiterin des NUN ist, verteilte unterdessen Pflanz-Anleitungen für die Birnen-, Apfel-, Kirsch- und Quittenbäumchen. „Und vergesst nicht die Wasserrinne zum Gießen“, gab er noch mit auf den Weg.

28 Obstbäume alter Sorten aus der Kröpeliner Baumschule Hinrichs, davon vier sehr alte Sorten von der Obstarche Reddelich, kamen an diesem Tag in die Erde inmitten der gemeindeeigenen Wiese. In Gruppen unterteilt und mit den Obstbäumen in der Hand, liefen die Teilnehmer zu den vor gegrabenen Erdlöchern. Drei Holzstützen mussten zuvor in den Boden gerammt werden, um die noch zarten Obstbaumstämmchen zu halten.

Martin Starmmler rollte eine Schubkarre mit wertvollem Material heran, welches prompt in die Erde kam. „Ein Kilogramm ‚HiPro-Aqua‘ speichert rund 300 bis 400 Liter Wasser“, erklärte das Vereinsmitglied. „Als organischer Dünger habe ich Mykorrhiza gewählt, weil es eine Symbiose zwischen diesem Pilz und der Pflanze bildet.“ Mit vereinten Kräften buddelte die Familie Engel aus Rostock drei der alten Sorten Butterbirne, Roter Münsterländer und Clara Fries von der Obstarche ein. „Das ist doch etwas Bleibendes und wichtig für unsere Umwelt“, war ihr Beweggrund, bei der Aktion mitzumachen. „Wir wollen helfen, die Artenvielfalt zu erhalten“., sagte die Nienhägerin Susanne Branstner. „Unsere Konder sollten lernen, was es bedeutet, unsere Umwelt zu schützen und was damit einhergeht“. Ein Apfelbäumchen settzen sie in den Boden. „Es steht im Bebauungsplan, dass hier nur zweimal im Jahr gemäht werden darf, damit sich auch die Wiese natürlich erhalten kann“, machte Brigitte Lange deutlich. „Von der Akademie für nachhaltige Entwicklung haben wir eine Förderung über den Streuobst-Genussschein erhalten – damit ist eine zehnjährige Verpflichtung verbunden, uns um die Bäume zu kümmern“. Die Teilnehmer übernahmen eine Baumpatenschaft. „Allerdings müssen die Bäume regelmäßig professionell beschnitten und gepflegt werden“, erklärte die Vereinsvorsitzende. „Damit entstehen Kosten, die wir zum Teil daraus decken. „Elf ehrenamtliche Mitglieder engagieren sich bei NUN. „Von der Obstarche erhielten wir 14 Wasserkanister – falls es im kommenden Sommer sehr trocken wird“, sagte Brigitte Lange. Der Verein kümmert sich – aber in so einem Fall werden wir Hilfe benötigen.“ Auch Bernd Ahrenz, Dr. Karola Schütze und Klaus Schütze freuten sich über ihren Pflanzerfolg. „Klar bin ich stolz“, so Ahrenz. „Dann schauen unsere Enkel in 50 Jahren, was darqus geworden ist.“ Viele Konder machten mit und lernten so von Eltern und Großeltern, dass ein Baum weit mehr ist, als nur ein Holzproduzent. Mira Schneiders lebt in England – Ihre Eltern wohnen in Nienhagen: „Auch bei uns ist die Angst vor dem Klimawechsel hoch“, sagte die 32-jährige, die gemeinsam mit Johanna Ferretti eine Baum in die Erde setzte.

Am Ende waren alle Teilnehmer zwar klitschnass, aber glücklich, etwas für die Umwelt getan zu haben. Bei Kuchen und heißen Getränken verweilten einige noch eine Zeitlang unter einem Zelt und ließen die Aktion nachklingen.

Im nachfolgendem PDF finden Sie die Obstbaumsorten, die gepflanzt worden. 

Obstbaumliste Obststreuwiese

Anlegen eines Blühbeet an der KITA Nienhagen

Bei unserer ersten Sitzung nach Vereinsgründung entschlossen wir uns, als erstes Projekt ein  Blühbeet in der KITA in Nienhagen anzulegen.

Ziel war es, durch die Einbindung der Kinder in die Arbeit eine breite Aufmerksamkeit – auch bei den Eltern und Großeltern – zum Erhalt der Arten  zu erreichen.

Die Idee, gemeinsam mit den Kindern das vorhandene Blumenbeet umzugestalten kam bei unserem ersten Gespräch am 11. Juni 2019 bei der Leiterin der Einrichtung, Frau Striggow gut an.

Da die Zeit für eine Aussaat jahreszeitlich bedingt knapp wurde, musste zügig gehandelt werden. 

Das Material zum Herstellen der Saatkekse war schnell besorgt, so dass wir mit viel Spaß und Begeisterung der Kinder in gemütlicher Runde und bei schönem Wetter am 13. Juni 2019 mit der Hilfe der Erzieher loslegen konnten. Aus Blumenerde, Tonerde und Bentonit wurde die Saat gemischt und zu Keksen geformt.

Mit Hilfe unserer Vereinsmitglieder Sigrid Sasse, Brigitte Lange, Martina Schröter, Elke Funke und Sabine Scholz wurde das Blumenbeet von Unkraut befreit und zur Umgestaltung vorbereitet.

Nun durften die Kinder ans Werk und ihre Saatkekse voller Begeisterung in der Erde „verstecken“.

Bereits vorgezogene Blühpflanzen wurden ebenfalls in das neue Beet gepflanzt, um erste Erfolg zu erzielen.

Gleich am nächsten Tag gab es Regen – wie schön.

Dann ging das Bangen um die Saat los. Es wurde immer wärmer und kein Regen in Sicht. Das Beet war am 20. Juni so trocken, dass an das Keimen der Saat nicht zu denken war.

Die vorgezogenen Blumen hatten Fuß gefaßt und fingen am 25. Juni an zu blühen.

Frau Juppe hatte in der Zwischenzeit, so viel sie konnte, mit den Kindern das Blühbeet mit Gießkannen gegossen. Das reichte aber bei weitem nicht aus, den Großteil der Saat zum keimen zu bringen.

Sigrid Sasse hatte sich dann dazu entschlossen, die intensive Pflege des Blühbeetes zu übernehmen. Täglich versorgte sie das Beet mit Wasser.

Am 1. Juli dann der Durchbruch. Der Großteil der Saat war aufgegangen und das Beet entwickelte sich zum Blühbeet. Die Kinder freuten sich jeden Tag beim Blick aus dem Fenster an die inzwischen reichlich blühenden Pflanzen.

Die Betreuung des Blühbeetes haben Sigrid Sasse und Sabine Scholz übernommen.

Infostand NUN auf dem Gespensterwaldfest

Vom 16. bis 18. August 2019 fand das traditionelle Gespensterwald-Fest auf der Festwiese im Ostseebad Nienhagen statt. Die Gemeinde  lud alle Einwohner, Gäste und Freunde ein, daran teilzunehmen. 

Eine gute Gelegenheit unseren Verein (NUN e.V.) auf dem Fest mit einem Stand zu präsentieren und vorzustellen. 

Den Stand hatte uns der BAV Ostseebad Nienhagen zur Verfügung gestellt. Dafür noch einmal vielen Dank!

Neben, von uns selbstgemachten Marmeladen und Gelees, Lavendelkissen und Holzketten, gab es  selbsterzeugten Apfelsaft und Obstler von der Obstarche Reddelich. Sowie selbstproduzierten Honig von der Familie Unger aus Nienhagen.

Der Besuch von Einwohnern und Gästen an unserem Stand war lebhaft.

Viele gute und informative sowie anregende Gespräche fanden statt.   

Gefreut haben wir uns über die Spendenbeteiligung für unseren Verein. Gerne sind wir im nächsten Jahr wieder dabei! 

1. Küstenputztag am 24. November 2019

Am 24. November 2019  hat in Nienhagen erstmals eine Putzaktion im Zuge des internationalen „Coastal Cleanup Day“ (Küstenputztag) stattgefunden.

Der Verein für Natur- und Umweltschutz Ostseebad Nienhagen e.V. (NUN) hatte dazu aufgerufen. 23 Teilnehmer aus dem Ostseebad sowie Gäste aus Regensburg folgten dem Aufruf.

Sie fanden zwischen dem großen Stein östlich des zentralen Strandaufganges und dem Aufgang zum Hundestrand in rund eineinhalb Stunden Einsatzzeit 23 Kilogramm Müll.

Darunter waren diverse Plastikteile, Zigarettenstummel, Bonbonpapier, aber auch besondere Fundstücke, wie eine Brille, eine Jacke und Schuhsohlen. Eine Helferin wurde sogar mit einem Fünf-Euro-Schein belohnt, der offenbar im Sand verloren gegangen war. Entlang des Gespensterwaldes fanden die Teilnehmer zudem benutztes Toilettenpapier und Taschentücher.

Im Anschluss diskutierten die Helfer, ob mehr Mülleimer und Aschenbecher am Strand nötig wären. „Auch wurde überlegt, die Besucher des Strandes auf Schildern darüber aufzuklären, welche Folgen unkontrolliert weggeworfener Müll für das Meer und die Umwelt hat“, berichtete Johanna Ferretti vom Verein NUN.

Blüh- und Kräuterwiese – Referenzfläche „An den Weiden 44“

Bei trockenem und sonnigem Wetter trafen sich am 21. Juni 2019 die Vereinsmitglieder des Vereins für Natur- und Umweltschutz Ostseebad Nienhagen e.V., um die Referenzfläche einer Blüh- und Kräuterwiese „An den Weiden“ in Nienhagen anzulegen.

Mit großem Aufwand wurden die benötigten Erden mit einem 12t LKW mit Ladekran der Fa. Hanseatische Umwelt CAM GmbH aus Sandhagen angeliefert. Das war schon sehr imposant.

Mit im Gepäck waren u.a. ein Schälgerät sowie Handgeräte (Schaufeln, Forken, Harken, eine Walze sowie das Saatgut). Die Bigbags zur Aufnahme des Schälgutes waren natürlich auch vorhanden

Und somit machten sich die Mitglieder des Vereins an die Arbeit.

Als erstes wurde das Abschälen der alten Grasnarbe in einer Tiefe von 5-6 cm vorgenommen. Diese Tiefe ist erforderlich, um die Tiefwurzler, wie Löwenzahn, sicher zu beseitigen.

Die Menge des Schälgutes: 40*5cm*Lockerungsfaktor von 1,5 ergibt 3 m³. Dieses Schälgut wurde von den Vereinsmitgliedern als geschälte Soden auf Schubkarren geladen und in 4 Bigbags gekippt. Welche am Schluss der Aktion, per Ladekran auf den LKW verladen wurden.

Was sich so formal anhört, war schwerstarbeit. Jeder der Grasnarben in seime Garten ausgestochen und abtransportiert hat, weiß, wie anstrengend das sein kann.

Danach wurde eine Schicht Rasenerde von 4 cm (1,6 m³ Produkt) aufgetragen. Hierbri handelt es sich um eine humose sandige Bodenmischung mit Kompost aus Grünschnitt und Treibsel (Seegras-Algen des Ostseeraumes).

Diese Mischung ist eine lockere, wasserdurchlässige und wasserspeichernde Bodenmischung welche für Rasenanlagen und Blühbeete besonders gut geeignet ist.

Nun durfte endlich die Aussaat der 1-2 jährig blühenden Wildblumenmischung, welche eine Wuchshöhe von bis zu 80 cm erreichen, erfolgen.

Es wurden ca. 3-6 g pro m² Aussaatmenge auf einer Fläche von 45 m² Fläche verteilt. Bei der geringen Menge, welche pro m² auszubringen ist, musste die ca. 200 g Saat zuvor mit 60 Liter einer dunklen feuchten Erdmischung (HU Blumenerde) intensiv gemischt werden. Diese Saat ist dann per Hand in 2 Arbeitsrichtungen (über Kreuz) gleichmäßig ausgestreut wurden. Danach wurde die Saat eingeharkt und angewalzt.

Als letzter Arbeitsschritt wurde eine humose Abdeckschicht von 0,6 m³ aufgebracht. Um eine Schichtstärke von ca. 1,2-1,5 cm einhalten zu können, wurden entsprechende Schienen auf die Fläche gelegt auf welche mit der Rückseite der breiten Rasenharken die Schicht gleichmäßig auf die Fläche aufgezogen wurde. Diese Schicht bewirkt eine gute Wasserspeicherung, Wind- und Erosionsschutz, Schutz vor Vogelfraß und Wärmespeicherung als Auflaufhilfe und Trittschutz.

Die Bewässerung in den folgende Wochen wurde freundlicherweise von Familie Staemmler (Vereinsmitglieder) durchgeführt, da es nach der Aussaat nicht mehr regnete. Es musste alle 2-3 Tage eine Wassermenge von 5-8 Liter pro m² mit einem Schwenkregner ausgebracht werden, was die begleitende Dokumdentation belegte.

Das Auflaufen der ersten Saat wurde nach etwa 14-18 Tagen dokumentiert.

Die Unkrautunterdrückung wurde durch das Abschälen und das Auftragen der unkrautfreien Erden sehr gut erreicht. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Kleinprojekte zum Fledermausschutz im Ostseebad-Nienhagen

Der Verein für Natur- und Umweltschutz Ostseebad Nienhagen hat im Oktober 2019 Kontakt zum Landesfachausschuss Fledermausschutz Mecklenburg-Vorpommern (LFA) und zur Ortsgruppe vom BUND Salzhaff-Rerik gesucht, weil er auf der Suche war nach fachlicher Beratung bezüglich des Umbaus eines alten Unterstands aus DDR-Zeiten zum Winterquartier für Fledermäuse.

Das Ostseebad Nienhagen ist von großer Bedeutung für Fledermäuse und deren Erforschung, da es an einer besonderen Stelle mit Bezug zu den Zugrouten von Fledermäusen liegt: Die im Herbst von den Baltischen Staaten kommenden Fledermäuse ziehen hier vorbei die Ostseeküste entlang Richtung Süden. Auch die aus Schweden/Dänemark kommenden ziehenden Fledermäuse kommen in dieser Gegend wieder an Land, um der Ostseeküste noch ein Stück weiter zu folgen. Und im Frühjahr kommen sie jeweils auf dem Rückweg auch wieder dort vorbei. Sie nutzen die Zeit dort auch zur Reproduktion; die Männchen versuchen etwa an exponierten Stellen (wie u.a. an Strandkörben) die Aufmerksamkeit der ‚Damen’ zu bekommen.

Nicht alle Arten Fledermäuse sind Zugtiere; viele überwintern auch hier vor Ort in verfügbaren Quartieren wie in Bunkern/(Eis-)Kellern und ähnlichen.

Jedoch ist die Anzahl der Quartiere und Verbleibmöglichkeiten für Fledermäuse stark rückläufig und deren Lebensraum gewaltig unter Druck.
So führen die Rodungen von Altholzbeständen (z.B. im Gespensterwald wegen erkrankter Bäume) und die Sanierung von älteren Gebäuden im Ostseebad zum Verlust von ‚natürlichen’ Quartieren und Unterschlupfen.
Gebäude aus Neubaumaßnahmen bieten fast keine Möglichkeiten zur Unterschlupf, weil die meisten Gebäuden ‚hermetisch’ verschlossen sind.

Begehung

Am 11.10.2019 fand ein erstes Gespräch in Wismar statt, wo neben dem Umbau des Unterstands auch andere Möglichkeiten zur Gestaltung von aktivem Fledermausschutz in Nienhagen besprochen wurden.
Am 25.10.2019 fand dann eine Begehung an den besprochenen Plätzen vor Ort statt.

Unterstand

Der Unterstand des Zivilschutzes wurde mittels Wärmebildkamera auf dessen Struktur hin untersucht, jedoch ohne Erfolg.
Die Erhöhung auf dem Schießstand ist zirka 23 m lang und 10 m breit. Der Eingang befindet sich an der kurzen Ostseite. Da sich jetzt möglicherweise Fledermäuse in dem Schießstand (in Winterschlaf) befinden, können etwaige Arbeiten zur Überprüfung der Eignung und/oder ein fachgerechter Ausbau des Unterstands als Winterquartier erst ab Ende März/Anfang April stattfinden.

Durchzuführende Arbeiten (Kurzfassung):
– Baggerarbeiten zur Freilegung,
– Begehung/Planung ,
– Sicherung des Eingangsbereichs (provisorisch (Gitter)/dauerhaft

(fledermausfreundliche und gleichzeitig vandalismussichere Tür)), – Innenarbeiten (Vorbereitung, Entsorgung, Einrichtung/Anbringen

Fledermauskästen/Hohlblocksteine, Maßnahmen zur Luftfeuchtigkeitsregulierung), – Außenarbeiten (Wiederherstellung Struktur) und
– Anbringen Infotafel, möglicherweise als Teil eines Fledermausrundwegs/Lernpfads.

Kosten: Materialkosten ca. € 4.500,- , Arbeitsleistungen in Eigenregie unter Anleitung der LFA

Finanzierung; Drittmittel aus Naturschutzbestimmungen, Spenden. Zustimmung: Forst

Trafohaus

Das alte Trafohäuschen (B in Bild 1) befindet sich in Privatbesitz. Der Eigentümer hat angegeben, das Trafohäuschen möglicherweise verkaufen zu wollen. Früher war es zeitweise an die NABU verpachtet, die es im Inneren teilweise ausgebaut und an der Südseite einen Flachkasten für Fledermäuse angebracht hat. Der jetzige Eigentümer berichtet, dass es Fledermäuse dort gibt und es dort vor einigen Jahren auch noch Schleiereulen gab. Von sowohl Fledermäuse als auch Vögeln wurde Kot vorgefunden.
Die Zugangstüren sind nicht verschlossen, Efeu überwuchert das Trafohäuschen.
Dach und Dachkonstruktion sehen unversehrt aus.

Durchzuführende Arbeiten nach evtl. Übernahme/Ankauf des Trafos:

  • –  Außenarbeiten (Abstecken Grundstück, Entfernen Efeu, Anbringen verschiedener Nisthilfen und Fledermauskästen, Grundstück bepflanzen mit fledermausfreundlichen Pflanzen),

  • –  Sicherung des Eingangsbereichs (neues Schloss, die kleine Zugangstür im Süden durch eine Schweißnaht verschließen),

  • –  Innenarbeiten (Vorbereitung, Entsorgung, Einrichtung /Anbringen Fledermauskästen/Hohlblocksteine/Schleiereulenkasten, Maßnahmen zur Luftfeuchtigkeitsregulierung) und

  • –  Anbringen Infotafel, möglicherweise als Teil eines Fledermausrundwegs/Lernpfads (Zugang von wo?)

    Kosten: Materialkosten ca. € 2.500,- (exklusiv Ankauf/Pacht), Arbeitsleistungen in Eigenregie unter Anleitung des LFA

    Finanzierung: Drittmittel aus Naturschutzbestimmungen, Spenden. Zustimmung: Eigentümer, Gemeinde

    Gespensterwald (küstennah)

    Der Gespensterwald  kann eine wichtige Rolle bei den Untersuchungen zum Zug der Fledermäuse im Frühjahr und Herbst erfüllen. Jedes Jahr im Frühling und Herbst ziehen an dieser Stelle Fledermäuse vorbei, die teilweise auf jeder ihrer Zugstrecken bis zu 2.000 km zurücklegen.

    Durch das Anbringen von geeigneten Fledermauskästen können den ziehenden Fledermausarten zielführend Unterkünfte in unmittelbarer Küstennähe geboten werden, die aber auch in anderen Jahreszeiten genutzt werden können.

    Durchzuführende Arbeiten:
    – Anbringen von geeigneten Fledermauskästen für kleinere, mittelgroße und große Fledermäuse für Frühjahr, Herbst und Winter und
    – Anbringen Infotafel, möglicherweise als Teil eines Fledermausrundwegs/Lernpfads

    Kosten: ca. € 3.500, Arbeitsleistungen in Eigenregie unter Anleitung vom LFA

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Finanzierung; Drittmittel aus Naturschutzbestimmungen, Spenden. Zustimmung : Forst, Gemeinde
Technopark, Bunker NVA

Auf dem Gelände der ehemaligen Raketenbasis der NVA befinden sich mehrere Bunker. Möglicherweise können diese zu Sommer- und Winterquartieren für Fledermäuse umfunktioniert werden. Der Zustand des Bunker konnte bei der Begehung am 25.10.2019 nicht festgestellt werden.

Durchzuführende Arbeiten (Kurzfassung):

  • –  Informationenbeschaffung (Pläne, Zugang, Bereitschaft beteiligte Instanzen),

  • –  Baggerarbeiten zur Freilegung,

  • –  Begehung /Planung,

  • –  Sicherung des Eingangsbereichs (provisorisch (Gitter)/dauerhaft

    (fledermausfreundliche und vandalismussichere Tür)),

  • –  Innenarbeiten (Vorbereitung, Entsorgung, Einrichtung /Anbringen

    Fledermauskästen/Hohlblocksteine, Maßnahmen zur Luftfeuchtigkeitsregulierung),

  • –  Außenarbeiten (Wiederherstellung Struktur) und

  • –  Anbringen Infotafel, möglicherweise als Teil eines Fledermausrundwegs/Lernpfads

    (auch außerhalb des Geländes)
    Kosten: ca. € 4.500,- , Arbeitsleistungen in Eigenregie unter Anleitung des LFA Finanzierung: Drittmittel aus Naturschutzbestimmungen, Spenden. Zustimmung: ggf Treuhand, Gemeinde

    Künstliches Riff, Baken

    Eine Ausstattung der gelben Baken am künstlichen Riff mit akustischen Erfassungsgeräten, ergänzt durch gleiche Geräte an der Küste sowie Informationen aus anderen Projekte der LFA, könnte einen wertvollen Beitrag zu der Erforschung des Fledermauszugs liefern. Das Projekt wird derzeit vorbereitet.

    Es wäre neben dem künstlichen Riff und der geplanten technologischen Erprobungswiese auf dem Meeresgrund eine einzigartige Ergänzung.

    Kosten: unbekannt, Transport und Anbringen der Geräte Finanzierung: unbekannt.
    Zustimmung: Betreiber des künstlichen Riffs

Schädlingsregulierung durch gezielte Ansiedlung von Singvögeln?!

Claudia Kröpelin, BUND
Bad Doberan

Am 16.01.2020 hatten wir innerhalb unserer Mitgliederversammlung das große Glück, einen Vortrag von Claudia Kröpelin vom BUND, Regionalgruppe Bad Doberan, zu hören. 

Hintergrund war, das wir Nistkästen im Ostseebad Nienhagen an den Kastanien in der Strandstraße  integrieren möchten, um die gezielte Ansiedelung von Singvögeln zu stärken, um so  eine Vermehrung anstreben sowie der Miniermotte entgegen zu wirken. 

Der Vortrag war großartig und hat uns in unserer Arbeit bestätigt und wir waren für viele Tipps und Hinweise dankbar.

Aufgrund der besonderen Lage zur Zeit, haben wir das Anbringen von Nistkästen verschoben, sind aber guter Hoffnung, dies spätestens in 2021 umzusetzen!

Wir wünschen viel Spaß beim Durchstöbern & Entdecken im nachfolgenden PDF.

AnsiedlungvonSingvögeln

Sie möchten gerne Nistkästen in Ihrem Garten integrieren? Das freut uns – gerne sind wir behilflich. Kontaktieren Sie und auf info@natur-und-umweltschutz-ostseebad-nienhagen.de

Wir freuen uns auf Euch!

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