Über uns

Leitbild und Konzept

Unsere Mitglieder

Das Leitbild drückt aus, was NUN auszeichnet, wie die Vereinsmitglieder ihren Auftrag verstehen und welches Zukunftsbild sie anstreben. Es soll ihnen als Richtschnur für die Planung und Durchführung von Maßnahmen im Verein dienen.

Das Leitbild besteht aus zwei Elementen: der Vision und der Mission.

Die Vision stellt das übergeordnete Zukunftsbild dar, das der Verein NUN langfristig anstrebt:

Die Mission von NUN beschreibt konkreter, was NUN auszeichnet und welche Rolle der Verein übernehmen und welche Aufgaben in Angriff genommen werden sollen.

Unsere Vision

ist eine zukunftsfähige Gemeinde und Region, in der die Menschen leben und achtsam die Natur und Umwelt schützen und die natürlichen Ressourcen für künftige Generationen bewahren.

Unsere Mission

Wir sind der lokale Umwelt- und Naturschutzverein, der durch die Umsetzung konkreter Projekte vielfältige Lebensräume für Mensch, Flora und Fauna erhält, das Klima schützt und dazu beiträgt, dass das Erscheinungsbild des Dorfes und seiner Gemarkung verbessert wird.

  • Wir setzen uns ein für den Erhalt und die moderate Entwicklung sowie die schonende Nutzung der natürlichen Lebensgrundlagen und die Bewahrung des Naturerbes im Ostseebad Nienhagen.

  • Unsere Stärke und unsere Glaubwürdigkeit basieren auf der fachlichen Kompetenz und dem Engagement, mit dem unsere Mitglieder und Unterstützer sich für die Projekte und die Belange der Umwelt einsetzen.

  • Umwelt- und Naturschutz betreffen gerade künftige Generationen, daher ist uns die Teilhabe, Information und Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen bei unseren Projekten ein besonderes Anliegen.

Die Interessengemeinschaft Natur- und Umweltschutz Ostseebad-Nienhagen (NUN) wurde von der Kreativgruppe zur Gemeindeentwicklung am 25.04.2018 aufgefordert ein Konzept zur Anlage von Streuobst- und Blühwiesen im Ostseebad Nienhagen zur Vorlage in der Gemeindevertretung auszuarbeiten.

Darin sollen besonders Standorte, Umfang, Finanzierung, Bewirtschaftung und Vorteile für die Gemeinde herausgearbeitet werden.

Mit den ausgewählten 5 Standorten und ca. 50 Bäumen auf zusammen 1 ha Land wird ein wichtiger Beitrag der Gemeinde für den Naturschutz insbesondere zum Erhalt von alten Obstsorten, zur Erhaltung vieler Insektenarten und damit der biologischen Vielfalt geleistet. Gleichzeitig wird die Attraktivität des Ortsbildes des Ostseebades für Bewohner und Gäste erhöht.

Die Obst- und Blühwiesen haben positive ökologische Wirkungen auf Bienen, Insekten und Vögel. Das künftig produzierte Obst und die Obstprodukte werden vielfältigen Nutzen stiften, die der Allgemeinheit zu Gute kommt.

Eine Ökokontopunktierung kann nicht erreicht werden, da die Flächen mit anderen Verpflichtungen z. B. aus B-Plänen als Ausgleichsflächen belegt oder zu klein sind. Das wäre nur der Fall, wenn beispielsweise die Fläche hinter der Feuerwehr als Streuobstwiese in Frage gekommen wäre.

Die auf den Ausgleichsflächen bereits gepflanzten aber abgestorbenen Bäume können durch die Pflanzung von Obstbäumen ersetzt werden. Damit entfällt die Verpflichtung der Gemeinde gegenüber der Behörde zur fachgerechten Nachpflanzung.

Dem Ziel der Gemeindeentwicklungskonzeption und des Flächenkonzeptes, die reiche Naturausstattung (Ostsee, Gespensterwald) unserer Gemeinde zu bewahren und die Umwelt zu schützen, möchten wir uns annehmen.

Wir möchten unsere Umwelt im Interesse der Lebens- und Erholungsqualität der heutigen und der künftigen Einwohner und Besucher erhalten und aufwerten.

Das Freiflächenkonzept der Gemeindeentwicklungskonzeption (GEK OB Nienhagen) sieht u.a. vor, dass zur Aufwertung des Gemeindebildes und der Lebensqualität Freiflächen, Plätze und Grünanlagen anspruchsvoll gestaltet werden. Die IG NUN möchte mit Hilfe von Baumpflanzungen in Verbindung mit Blühwiesen das Ziel der GEK OB Nienhagen besonders im Hinblick auf verbesserten Natur- und Umweltschutz unterstützen. Aus dem SOS-Flyer1: „Streuobstwiesen sind die artenreichsten Lebensräume Mitteleuropas und beherbergen mehr als 5000 Tier- und Pflanzenarten. Schon ein einzelner Apfelbaum kann mehr als 1000 Tierarten beherbergen, u. a. bis zu 40 Vogelarten und diverse Insekten (Schmetterlinge, Hummeln und Bienen)“.

Alte Obstsorten sind ein lebendiges Kulturerbe, welches wir vor dem Aussterben bewahren und der Nachwelt erhalten wollen. Wir möchten damit auch dem wissenschaftlich nachgewiesenen Rückgang von Bienenpopulationen entgegenwirken. Gerade für die Honigbiene sind die Blüten im Frühjahr besonders wichtig.

Aus diesem Grund wollen wir ausgewählte Grünflächen der Gemeinde Ostseebad Nienhagen bienenfreundlich gestalten.

SOS-Streuobstgenussschein, Stiftung Akademie für Nachhaltige Entwicklung, www.streuobstgenussschein.de

 
 
  • Die Flächen sind alle im Besitz der Gemeinde.
  • Sie dürfen nicht bebaut werden und sie sind weder heute noch künftig als Bauland vorgesehen.
  • Die standörtlichen Gegebenheiten lassen eine erfolgreiche Ostbaumpflanzung zu.

1. Neu Rethwischer Weg – Fläche hinter dem Grundstück An den Weiden 44

2. Fläche westlich des Löschteiches An den Weiden

3. Fläche hinter dem Friedhof.

4. Fläche an der Kleingartenanlage – wird erst einmal nicht umgesetzt.

5. Fläche hinter Villa Aranka und Weg zu Tante Emma
Die IG NUN hat sich diese ausgewählten Flächen angesehen, Bodenproben entnommen und die Bodeneinstechtiefe ermittelt. Die Ergebnisse zeigen, dass sie zur Pflanzung von Obstbäumen und zur Anlage von Blühwiesen geeignet sind. In den Datenblättern im Anhang sind die detaillierten Angaben zu den betrachteten Flächen zusammengestellt.

Die Arbeitsleistungen, wie: die Durchführung der Baggerarbeiten mit der Entfernung des Grasbewuchses, das Einbringen von Baumsubstrat, die Baumpflanzungen mit Wurzelschutzgitter, Düngungen einschließlich des Einbringens des wasserhaltenden Substrates HiPro Aqua, die Verlegung der unkrautunterdrückenden Matten im Wurzelbereich, die Befestigung der Bäume mittels Dreibock, die Anbringung von Verbissschutz und das Einsäen der Blühwiesen werden von der Interessengemeinschaft ausgeführt.

Die Kennzeichnung der Bäume erfolgt über eine Nummerierung, die in einem Kataster erfasst wird. Bei der Fläche 4 übernimmt der KGV die Durchführung der Maßnahmen. Dazu wird mit dem KGV eine Vereinbarung abgeschlossen.

Auf der Fläche 3 hinter dem Friedhof kann die Heckenreihe unter den Pappeln bis zur Straße – An den Weiden – vervollständigt werden. Die Investitionskosten für die Pflanzmaßnahmen belaufen sich auf 3203,-€.

Zur Finanzierung der Vorhaben gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sich durchaus ergänzen können:

  1. Gründung eines Vereins und Nutzung dessen Ressourcen
  2. Beantragung von öffentlichen Fördermitteln
  3. Zuschuss der Gemeinde
  4. Spenden und Kauf von Bäumen als Geburts-, Hochzeits- oder Gedenkbaum durch die Bürger  
  5. Kompensationszahlungen für Einzelbaumfällungen in Gärten oder der Gemeinde
  6. Bezahlung der abgestorbenen und nachzupflanzenden Bäume durch die Gemeinde in den Flächen 2 und 3 (11 Bäume)

Zu 1. Nachdem die Widmung der genannten Flächen durch die Gemeinde erfolgt ist, wird ein Verein durch die IG NUN gegründet. Damit kann der Verein die Pflanzung, Bewirtschaftung und Pflege der Obstbäume in Kombination mit Blühwiesen planen und bearbeiten.

Zu 2. Nach Widmung der Flächen und Gründung des Vereins werden Mittel aus dem Streuobstgenussschein beantragt. Für die ins Auge gefassten Flächen werden ca. 500,- Euro zu erwarten sein. Weitere Fördermöglichkeiten bietet das StALUMM über die Artenschutzrichtlinie.

Zu 3. Die Anlage von Streuobstwiesen stellt einen wesentlichen Beitrag zum Erscheinungsbild der Gemeinde dar. Daher liegt es auch im Interesse der Gemeinde diesen Teil der GEK finanziell zu unterstützen. Im Rahmen der jährlichen freiwilligen Förderungen der Vereine durch die Gemeinde wird ein komplementärer Zuschuss gewährt.

Zu 4. Ist der Verein gegründet, wird das Vorhaben den Bürgern im Ostseebad Nienhagen vorgestellt. Es wird die Gelegenheit zu Spenden für den Naturschutz und den Kauf von Bäumen als Geburts-,
Hochzeits- oder Gedenkbaum gegeben. Das wird in der Gemeinde Reddelich seit drei Jahren mit großem Erfolg praktiziert. Im Fall von Spenden kann der Verein Spendenquittungen ausstellen.

Zu 5. In Folge von Einzelbaumfällungen in privaten Gärten als auch durch die Gemeinde auf gemeindeeigenen Flächen ist eine Kompensation vorzunehmen, d. h. es sind entsprechend des Baumschutzkompensationserlasses 3 Bäume nachzupflanzen. In vielen Fällen ist es am Ort der Baumfällung nicht möglich. Dann können die Zahlungen an den Verein getätigt werden und er pflanzt die Bäume wie im Konzept beschrieben.

Zu 6. Die in den Flächen 2 und 3 aufgeführten abgestorbenen Bäume gehören zu Ausgleichsmaßnahmen für den B 4. Für die Nachpflanzung ist die Gemeinde zuständig und verpflichtet. Die Nachpflanzung übernimmt der Verein wobei die Bezahlung durch die Gemeinde erfolgt.

Zur Bewirtschaftung gehören: die Freihaltung der Baumscheiben vom Grasbewuchs, Auflockern der Erde, Wässern der Bäume, Schneiden der Äste, Düngen, Nachpflanzungen, Pflege der Hinweistafeln, Kontrollgänge und das Verarbeiten des Obstes.

Die Baumscheiben sind von Grasbewuchs freizuhalten, um die Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser zu unterbinden. Das soll mittels Unkrautmatten oder anderer organischer Biomasse erfolgen.

Eine Bewässerung der Bäume ist zu organisieren, wobei das wasserspeichernde Substrat HiPro Aqua den Bewässerungsaufwand erheblich minimieren wird. Bei der Bewässerung wäre eine Unterstützung durch den Bauhof wünschenswert.

Das Mähen wird auch weiterhin durch den Bauhof durchgeführt, welches sich durch die Anlage von Blühwiesen und das nur 2-malige Mähen während der Hauptwachstumszeit auf Flächen, auf denen das Gras aus naturschutzfachlicher Sicht stehen gelassen werden soll, verringert. Das Gras stehen zu lassen ist der preiswerteste Artenschutz.

Bei Zustimmung der Gemeindevertretung für die Widmung der ausgewählten Flächen zum Pflanzen von Obstbäumen wie in diesem Konzept vorgeschlagen, wird der Verein für Natur- und Umweltschutz Ostseebad Nienhagen (NUN) gegründet. Dieser übernimmt federführend das Management für die Bewirtschaftung der Flächen.

Die Fläche 4 wird durch den Kleingartenverein wie beschrieben bewirtschaftet. Der Aufwand für die Bewirtschaftung der Bäume beläuft sich auf ca. 310,- €/a.

Die Pflanzung und Pflege von alten Obstsorten und die Anlage von Blühwiesen sollen den Aspekt der GEK 2017, die Wille der Gemeinde ist, im Sinne des Naturschutzes unterstützen.

Wir, die IG NUN, wollen alte Obstbaumsorten vor dem Aussterben bewahren und zum Schutz der Insekten, speziell der Bienen und Vögel etablieren. Hierzu wurden 5 Flächen der Gemeinde Ostseebad-Nienhagen untersucht, ausgewertet und als geeignet dargestellt. Die o. g. Flächen werden damit auch, besonders durch die Frühjahrsblüte attraktiver für Einwohner und Gäste.

Es können Spazierwege, die Naturerlebnisse vermitteln, wie z. B. ein Obstlehrpfad i. V. m. mit  Hinweistafeln entstehen. Durch den Anbau von Obstbäumen auf weiteren Flächen kann ein Zusammenwachsen der Ortsteile befördert werden.

Das Ostseebad Nienhagen war einst ein Dorf, in dem Obstbäume genutzt wurden. Diese Dorftradition gilt es wieder zu beleben,  insbesondere mit dem Pflanzen alter Obstsorten. Streuobstwiesen sind ein wichtiger Teil der historisch gewachsenen Kulturlandschaft.

Einwohner und Gäste können an den Pflanzungen und an der Ernte der Früchte teilnehmen. Das führt zu einer Verbundenheit mit den Bäumen, zu Achtsamkeit und erhöht das Verständnis für die Natur. Aus diesen Maßnahmen heraus können Feste entstehen, Blütenfeste und Erntedankfeste, auf denen Säfte angeboten werden, die den Namen Ostseebad Nienhagen tragen könnten: „Nienhäger Säfte“ und „Nienhäger Schnäpse“.

Es wird sich eine eigene Marke entwickeln. Außerdem soll die Öffentlichkeit durch Lehrpfade und Informationstafeln über das Vorhaben und den Nutzen für die Umwelt informiert werden.

Nienhagen könnte in den Verbund des in der Region Bad Doberan geplanten Obstwanderweges eingebunden werden.

Was heute gepflanzt und kontinuierlich gepflegt wird, können unsere Kinder und Enkel ernten und genießen.

Ein ausformulierter Antrag wurde am 14.11. 2017 dem Bürgermeister übergeben und am 07.12.2017 sowie 08.02.2018 in der Gemeindevertretersitzung vorgetragen.

Der Verein für Natur- und Umweltschutz Ostseebad Nienhagen e.V. gründete sich am 5. Juni 2019 mit 11 Gründungsmitgliedern.

Siehe untenstehende Satzung.

Unsere Satzung

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